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»Rache ist mein Gewerbe«

Karl und Franz Moor sind Brüder. Franz, der jüngere, hasst Karl. Er neidet ihm das Erbe, das dem Erstgeborenen zusteht, neidet ihm seine Braut Amalia, die Liebe des Vaters, die alles verzeiht, auch, dass Karl in seinem Studienort über die Stränge schlägt. Franz, der alles entbehrt, will Herr sein. Das »Böse« zu wollen heißt, sich Karls Welt gewaltsam anzu eignen. Und es gelingt ihm, das Band zwischen dem Vater und Karl zu zerschneiden. Der alte Moor droht darüber zu sterben – Karl wird zum Räuber, zum Gesetzlosen. Mit aller Kraft will er diejenigen bekämpfen, die ihn willkürlich und voller Kälte schutzlos gemacht haben.

Neben dem persönlichen Konflikt, der enttäuschten Liebe zwischen dem Vater und den Söhnen, zwischen Franz und Amalia, gibt es noch einen politischen Aspekt im Stück: Karl kehrt seiner bürgerlichen Welt den Rücken und zieht in einen Krieg gegen das Establishment, er radikalisiert sich, wird zum »Terroristen«. Franz etabliert auf seine eigene Art ebenfalls den Terror zum Herrschaftsprinzip, wendet sich radikal von innen gegen das System, in dem er lebt.

Wir erleben Outlaws, die bis in die letzte Konsequenz hinein alles um sich herum in ihren eigenen Abgrund ziehen und selbst verglühen.

Regie: Andreas Erfurth

Darsteller: Sebastian Bischoff, Saro Emirze, Rike Joeinig, Urs Stämpfli, Kai Frederic Schrickel und Petra Wolf

Musik: Toni Nissl

Ausstattung: Ulrike Eisenreich

Technik: Kai Dommert

Termin

19:30 Uhr

Veranstaltungsort